Hotel Pyramid (2017)
In and Out of Translation, Audioinstallation 29`, 2 Projektionen, Teetische, Sprechstimmen: Arabisch Husseni El Hefni, Deutsch Silvio Kretschmer,
Französisch Sylvain Wenger, Kunstmuseum Thun, Thun



Wir sehen den Widerschein von Projektionen, bevor wir die entsprechenden Fotografien sehen. Aber wir hören bereits die Ratschläge für die Angestellten, die abhängig sind von Touristinnen und Touristen, die allerdings Ägypten immer seltener frequentieren. «In den Mustersätzen im Buch - ich habe es in einem der wenigen Buchläden Kairos gekauft - hallt eindeutig eine afrikanische Sichtweise wider», so Daniela Keiser. Während die Audiospur im Kunstmuseum Thun - selbst ein ehemaliges Hotel - stellenweise schon fast abstrakt wird: Wenn die drei Sprecher die Anzahl der Sterne verschiedener Hotels nacheinander in ihren jeweils eigenen Sprachen aufzählen, ist dies buchstäblich eine Sternstunde des Übersetzens. Die Fotografien, von denen wir erst die reine Lichtinformation - Stichwort ­Sterne - mitbekommen haben, zeigen dann einerseits eben das titelgebende Hotel Pyramid in einer Satellitenstadt Kairos, andererseits aber auch Abbildungen einer neueren französischen Feriensiedlung in der Nähe von Perpignan. Daneben, nach der touristischen Perspektive irritierend intim, Szenen, in denen ein Mädchen in einem dieser Hotels für einen Kindergeburtstag geschminkt wird. Daniel Morgenthaler


(more)

Aus heiterem Himmel, Out of the Blue (1998 – 2016)
Installation Nr. 10, raumvariable Bodeninstallation, Klebestreifen, Zuckerstücke, Medikamentenmuster, Gläser, Geldstücke, 6 Leuchtdioden integriert in Wasserrinnen,
10 x 10 m, Ausstellungsansicht 2016, Kunsthalle Vebikus, Schaffhausen


Rad (2015)
Video, S/W, ohne Ton, 49‘, Ausstellungsansicht 2015, Galerie Stampa, Basel


Montag bis Sonntag (2011–2014)
75 Collagen, Inkjet-Print auf Zeitung, je 48,3 x 32,9 cm, Ausstellungsansicht 2014, Kunstraum Baden, Baden


Frühstücksgasse (2010)
Fotografische Installation, 3,8 x 20 m, 140 C-Prints je 30,5 x 20,4 cm / 20,4 x 30,5 cm, Ausstellungsansicht 2014, Fotomuseum Winterthur, Winterthur (Foto: Christian Schwager)



This Infinite World – Set 10 aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur (more)

Ohne Titel (Fjell) (2013)
Fotografische Installation, 3 Projektoren, Lichtbild 8.35 x 2 m, Ausstellungsansicht 2013, raum 49 plus, Basel


Öffnen von Wänden (2012)
Fotografische Installation, Collage, 4 x 11 m, Tageszeitung Blick, 224 originale schwarz/weisse Medienfotografien aus dem Ringier
Bildarchiv, Ausstellungsansicht 2012, Aargauer Kunsthaus, Aarau (Foto: David Aebi)



(more)
Ar & Or (2010)
10 handgemachte Klapptische aus Holz, je 98 x 64 x 54 cm (LxBxH), 10 Saalstühle, 70 Inkjet- und Laserprints,
650 x 450 cm, Ausstellungsansicht 2012, Kunsthaus Baselland, Muttenz/Basel (Foto: Viktor Kolibàl)



Der Al-Azhar-Park ist jung. Er wurde auf einer ehemaligen Schutthalde im Herzen von Kairo als ein weitläufiger islamischer Garten angelegt und von der Aga-Khan-Stiftung finanziert. Dieses eine Bild, das nun die Basis für dieses Übersetzungsprojekt bildet, habe ich in diesem Park fotografiert. Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Berufen, die mit der arabischen Welt verbunden sind, wurden eingeladen, eine fiktive Biografie für die darauf abgebildete Person zu schreiben. Für eine Fotografie sind nun mehrere Fassungen von Texten entstanden.

Mit Textbeiträgen von Bärbel Dalichow, Museumsdirektorin; Beat Häner, Filmemacher; Clara Saner, Künstlerin; Dominique Salathé, Architekt; Guido Hager, Landschaftsarchitekt; Hossam Adly, Ethnologe; Judith Kuckart, Schriftstellerin; Susanne Schanda, Journalistin; Franziska Zezulka, Übersetzerin

Übersetzungen vom Deutschen ins Englische: Catherine Schelbert. Übersetzungen vom Deutschen
ins Arabische: Issa Gerber, Rashid Jassim
Ar and Or's moments (2010)
5 handgemachte Klapptische in Metall, je 98 x 64 x 54 cm (LxBxH), 5 Saalstühle, 5 Papierabzüge einer Fotografie (je 30 x 42 cm), A4-Textblätter in einer deutschen, arabischen und
englischen Fassung, Ausstellungsansicht 2011, Townhouse Gallery, Kairo (Foto: Hamdy)



Mit Textbeiträgen von Clara Saner, Künstlerin; Dominique Salathé, Architekt; Hossam Adly, Ethnologe; Judith Kuckart, Schriftstellerin; Susanne Schanda, Journalistin

Übersetzungen vom Deutschen ins Englische: Catherine Schelbert. Übersetzungen vom Deutschen
ins Arabische: Issa Gerber
Nachtkaffee (2010)
Fotografische Installation, 3,8 x 20 m, 153 C-Prints je 30,5 x 20,4 cm / 20,4 x 30,5 cm, Ausstellungsansicht 2012, Galerie Stampa, Basel



Enzyklopädische Fotoserie einer Autowerkstatt in Kairo, die allnächtlich zum belebten Strassenkaffee umfunktioniert wird. (more)

Aus heiterem Himmel, Out of the Blue (1998 – 2016)
Installation Nr. 8, raumvariable Bodeninstallation, Krüge, Becher, Gläser, Geldstücke, 19 Sparlampen,
600 x 500 cm, Ausstellungsansicht 2008, Les halles, espace d’art contemporain, Porrentruy (Foto: Les halles)


Aus heiterem Himmel, Out of the Blue (1998 – 2016)
Installation Nr. 7, raumvariable Bodeninstallation, 14 Krüge, Gläser, Geldstücke, Neonlichtebene auf einer Höhe von 190 cm,
800 x 600 cm, Ausstellungsansicht 2007, Kunstmuseum Solothurn (Foto: Jörg Müller)



Mit dem Thema der Landschaft beginnt die Ausstellung: Im ersten grossen Saal hat die Künstlerin mit 14 Krü­gen und Tausenden von Gläsern eine Topografie aus ineinandergreifenden Kreisen aufgebaut. Die Installation "Über Nacht II" (2007) ist sowohl der Fläche wie dem Raum verbunden. Zum bewusst erzeugten Gefühl der Un­entschiedenheit trägt auch die Neonlicht-Ebene bei. Dieser auf 1,90 m gesetzte „Himmel“ verschiebt den Mass­stab. Wir fühlen uns wie Riesen oder wie Passagiere eines Flugzeugs, die eine urbanistisch anmutende Welt von oben betrachten. Ein Überblick lässt sich trotzdem nicht finden. Das Auge schweift von Kreis zu Kreis und fin­det immer neue Bezüge. Daniela Keiser be­schäftigt sich konsequent mit Fragen der Wahrnehmung und der Er­kenntnis. So wirkt die riesige Topografie denn auch nicht als blosse Spielfläche, sondern vielmehr als eine fast wissenschaftliche Versuchsanordnung, in der den Gesetzmässigkeiten einer Stadt nachgegangen wird. Ihre Komplexität wird in einem vielschichtigen Modell beleuchtet. Christoph Vögele

Die Stadt (2004-2007)
Fotografische Installation, 150 C-Prints je 30,5 x 20,4 cm / 20,4 x 30,5 cm, Ausstellungsansicht 2008, Kunstmuseum Solothurn



Cinecittà, Babelsberg oder Bavaria Studios: Traumfabriken der Filmindustrie, die im Kino neue Welten erschaffen und dadurch die Welt interpretieren. Neben diesen Drehorten berühmter Filme hat die Künstlerin Daniela Keiser auch noch andere europäische Stätten der Filmarchitektur besucht und während mehrerer Jahre das Projekt „Die Stadt“ entwickelt. Entstanden ist eine umfangreiche Serie von Fotografien, die offensichtlich nicht die Perspektive der Filmkamera übernehmen, für die diese Schauplätze eigentlich gebaut wurden.
Aus heiterem Himmel, Out of the Blue (1998 – 2016)
Installation Nr. 2, raumvariable Bodeninstallation, ein Halogenstrahler, Klebestreifen, Diapositive, Zuckerstücke, Medikamentenmuster, Gläser, Geldstücke,
700 x 700 cm, Ausstellungsansicht 2004, NICC Antwerpen (Foto: NICC)


Guten Tag Bunita Marcus (1998)
Musikinstallation, Konzertflügel, Pianistin Hildegard Kleeb, Kompositionen von Bunita Marcus, Ausstellungsansicht 1998, Galerie Stampa, Basel



Die Installation reagiert auf die Raumsituation und Funktion der Galerie Stampa, die zugleich Buchhandlung ist. Durch Hinzufügen einer dünnen Wand und einer Tür wird für eine Musikerin ein Übungsraum geschaffen. Er ist für die Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich und funktioniert wie ein Klangkörper. Die Pianistin Hildegard Kleeb übt in dem Raum für die Einspielung einer CD Musikstücke der amerikanischen Komponistin Bunita Marcus. Die Musik ist in allen Räumen der Galerie zu hören, die Pianistin bleibt hinter der Wand unsichtbar.